Golf Wedges

Warum sollte jeder Golfer eigentich 3 bzw. 4 Wedges im Bag haben ?

Wedge ist englisch für "Keil" und bezeichnet die Golfschläger mit einem Loft von etwa 42° bis 68°.
Mit dem Loft aller Golfschläger ist die Winkelstellung der Schlagfläche zur Schlagrichtung gemeint,
wobei der Lie-Winkel von der Unterkante der Schlagfläche zum Griffschaft gemessen wird:

       
Alle Golfer kennen die Pitching Wedge und die Sand Wedge, die meisten kennen zumindest namentlich auch eine
Lob Wedge. Eine Gap Wedge bzw. Approach Wedge dagegen kennen schon weniger - aber wozu das ganze ?

Auf jedem Loch benötigen Sie einen Annäherungsschlag - den letzten Schlag auf das Grün,
selbst auf sehr kurzen PAR 3 Bahnen, oder auf PAR 4 Bahnen für sogenannte Longhitter,
dann ist der Abschlag auch gleichzeitig der Annäherungsschlag.

Meistens werden Sie eine Chip oder Pitchbewegung machen, manchmal ist der letzte Schlag aufs Grün auch ein
voll durchgezogener Schlag mit einem langen Eisen oder Holz. Aber für ein planbares
Spiel eines Hobbygolfers liegt die übliche Entfernung für den Annäherungsschlag bei 10 bis etwa 80 Meter.

Übrigens - Sie haben nur einen Versuch, wenn der schief geht,
war dieser Schlag auch noch nicht der Annäherungsschlag.

In dieser Entfernung zum Loch kann der Ball völlig unterschiedlich liegen, auf dem Fairway, im Rough,
im Sand, in einer Kuhle usw. Allen Lagen in der genannten
Entfernung ist gemein, dass der Golfer meist ein Wedge benötigt um auf das Grün zu gelangen.
Der Vorteil eines Wedges ist der hohe Ballflug und das "Drop and Stop" Verhalten,
also dass der Golfball nach der Landung nicht mehr weit rollt.
Sehr gute Golfer geben dem Ball mit einer Wedge auch einen Backspin, so dass der Ball sofort liegenbleibt
oder nach der Landung sogar ein wenig rückwärts rollt. Preiswerter Wedge - 24,00 Euro
Der Longridge Tour Spin Wedge ist aus gebürstetem Stahl gefertigt, um eine geringere Blendwirkung zu erzeugen.
Das klassische Design des Schlägerkopfs passt zu jedem Schläger-Set.
Das Wedge hat einen vielseitigen 64-Grad-Loft und einen 9-Grad-Bounce.
Dieses Wedge kann sowohl auf dem Vorgrün als auch im Sand verwendet werden.
Dieses Wedge ist perfekt für professionelle Golfer.

Eine weitere Auswahl von namhaften Herstellern:

                   

Die verschiedenen Wedge Typen
Pitching Wedge
(PW, früher auch 10)

Dieser Schläger hat einen Loft von ca. 42° - 48°. Vor 15 Jahren und mehr hatte noch die 9er oder sogar das
8er Eisen einen solchen Loft. Je nach persönlicher Schwundgeschwindigkeit erreicht
der Golfer mit der Pitching Wedge etwa 50 - 100 m, die Dame wird bei etwa 30 - 60 Meter liegen.

Gap Wedge (GW) oder Approach Wedge
(AW, früher auch 11)

Da die Hersteller der Golfschläger in den letzten Jahren bei der PW die Loft-Zahl zugunsten größerer Weiten
reduziert hat, der Neigungswinkel der Sand Wedge Köpfe aber nahezu gleich geblieben ist, entstand zwischen
diesen beiden Schlägern eine "Lücke" oder englisch Gap.
Die Gap Wedge hat einen Loft in der Größenordnung von ca. 48° - 52° und hat damit den Loft und die Rolle der
früheren Pitching Wedge übernommen,
die für den Annäherungsschlag im Bereich 30 - 80 Meter Entfernung zum Loch gedacht war.
Aus diesem Grund wird die Gap Wedge auch gerne mal Approach Wedge (engl. für Annäherung) genannt.

Sand Wedge
(SW)

Die Sand Wedge hat einen Loft von ca. 54° - 56°, ist aber besonders aufgrund ihrers Bounces und Bauart für
das Spielen aus Sandbunkern und ähnlichen Situationen konzipiert.
Daher ist eine Sand Wedge gerade für den Golf-Anfänger vom Fairway auch etwas schwerer zu spielen.

Lob Wedge
(LW)

Eine Lob Wedge hat einen Loft von ca. 58° - 64° und dient dazu, Hindernisse auf kürzeren Distanzen mit einer
hohen Fluglinie (Lob) zu überwinden. Dabei soll der Ball nach der Landung idealerweise
direkt liegenbleiben. Zudem wird ein Lob Wedge auch gerne aus hohem Gras genutzt -
dank der scharfen Kante kommt der Golfer leichter an den Ball. Bei einer guten Balllage auf dem Fairway
besteht durch den hohen Loft und die scharfe Kante allerdings die Gefahr unter den Ball durchzuschlagen.

Chipper

Bei einem Chipper handelt es sich um einen sehr speziellen Golfschläger, der meist einem Putter mit einer hohen
Loft Zahl ähnelt. Er wird trotzdem den Wedges zugerechnet, da er zwar wie ein Putter geschlagen wird,
durch seinen Aufbau aber einen zuverlässigen und gleichmäßigen Chip liefert.

     

 Aufbau einer Wedge

Wedges sind ähnlich aufgebaut wie Eisen, allerdings weisen die Schlägerköpfe einige Besonderheiten auf:
Die Grooves (also die Rillen) auf der Schlagfläche sind abhängig von der Funktion der Wedges ausgefräst.
Bestimmte "schärfere" Formen sorgen für mehr Spin, andere Formen für eine besser Nutzung im Sandbunker.

Jeder Golfschläger verfügt über einen sogenannten Bounce.
Wedges werden bewusst für ihren unterschiedlichen Einsatz mit unterschiedlichen Bounces konzipiert.
Der Bounce ist der Winkel zwischen dem Punkt des Schlägerkopfes der auf dem Boden aufliegt und der unteren
Kante der Schlagfläche und wird in Grad gemessen.
Wedges mit niedrigem Bounce-Winkel eignen sich für harte Böden während bei weichen Böden hohe Bounce-
Werte besser sind. Daher hat ein Sand Wegde einen hohen Bounce, man will mit der Wedge in den Sand
schlagen und kommt so mit der Schlägerkante problemlos unter den Ball, während auf
hartem Boden die Gefahr steigt, mit der Kante nicht unter den Ball zu kommen und diesen sogar zu toppen.

Gute Wedge Schlägerköpfe gibt es mit unterschiedlichem Grind (Sohlen-Schliff). Die Sohle eines Wedges hat
verschiedene Formen, z.B. halbrunde, gerade, schmal oder breit, abknickend, verjüngend oder
verbreitert zur Ferse / Spitze des Schlägerkopfes. Breite Sohlen eignen sich beispielsweise besser für ein steiles
Anspielen des Balles und für Bunkerschläge während sich verjüngende Schliffe besonders eignen, wenn der
 Spieler das Schlägerblatt abhängig von der Spielsituation weiter schließen oder öffnen möchte. Die Benamung
(meist Buchstaben) der Sohlenschliffe ist übrigens nicht genormt und bleibt jedem Hersteller selbst überlassen.

Zudem möchte der Golfer bei Wedges mehr Feedback und eine höhere Steifigkeit der Schäfte.
Aus diesem Grund ist es für viele Golfer sinnvoll Wedges mit Stahlschäften zu nehmen
und nicht wie den restlichen Eisensatz aus Graphit. Allerdings empfehlen wir
für Senioren und Damen in den meisten Fällen immer noch auf die Schäfte aus Graphit zurückzugreifen.

Hersteller und Besonderheiten

Die Vokey Wedges von Titleist sind mit den Wedge-Modellen von Cleveland wahrscheinlich die bekanntesten
Wedges am Markt und stehen für ein perfektes Kurzspiel unter allen Bedingungen und für alle Spielertypen.
Da Cleveland Wedges aber mittlerweile seit ein apaar Jahren massiv rückläufig sind, bieten nun auch andere
Hersteller ein breites Spektrum sehr guter Wedges an. Callway bietet nebenden Milled (MD) Wedges
auch die Spezial Wedges von Mack Daddy an, die  einige einmalige Eigenschaften aufweisen.
Und Wilson Staff bietet eine interessante und breite Palette zu einem sehr guten Preis-/Leistungsverhältnis an.

Fast allen Herstellern ist gemein, dass die Wedges in unterschiedlichen Farben erhältlich sind,
meist in Chrome und schwarz, einige bieten ihre Modelle auch in Nickel, blau o.a. Farben an.

Auswahl der Wedges

Die Frage nach der Auswahl der Wedges ist sehr individuell und somit nicht ganz einfach zu beantworten.
Zwei Drittel aller Golfschläge erfolgen aus <100 m Entfernung - also der idealen Weite für Wedges.
Aus diesem Grund sind konstante Schläge mit Wedges wichtig für einen niedrigen Score.

Wir empfehlen Ihnen etwa 4° - 6° Loft-Abstand zwischen den Wedges und Ihren Eisen zu lassen.
Damit erzielen Sie Weitenunterschiede von ca. 8 - 14 Meter zwischen den einzelnen Schlägern.

Natürlich kommen Sie mit wenigen Schlägern aus, müssen aber eventuell mal einen halben oder 3/4
Schwung machen um Zwischendistanzen zu erreichen. Ein voller Schlag ist einfacher reproduzierbar,
daher empfehlen sich für viele Spieler 4 Wedges, so werden die Längenunterschiede kleiner.

Nachfolgend haben wir ein paar gängige Wedge Loft-Zusammenstellungen aufgelistet,
aber selbstverständlich können diese auch anders zusammengesetzt werden.

3 Wedges:

PW 44° / GW 50° / SW 56°
PW 46° - 48° / SW 54° / LW 60° - 62°
PW 45° - 46° / SW 52° / LW 58° - 59°

4 Wedges:

PW 44° / GW 48° / SW 52° / LW 58°
PW 44° / GW 49° / SW 54° / LW 59°
PW 45° / GW 50° / SW 55° / LW 60°
PW 46° - 48° / SW 52° / LW 56° - 58° / LW 60° - 64°

Als Hobbyspieler sollten Ihre Wedges für alle Spielsituation passen - daher wählen Sie möglichst einen
mittleren Bounce (ca. 8°), lediglich das Sand Wedge sollte über einen hohen Bounce (>10°) verfügen.
Eine Lob Wedge mit sehr niedrigem Bounce ist für Wenig-Spieler schwierig zu spielen, daher sollten Sie auch
hier einen mittleren Bounce um die 8° wählen, wenn Sie diese auch aus dem Sand nutzen wollen,
wählen Sie einen Bounce von ca. 11°.

Sollten Sie Spaß daran haben, häufiger mit dem öffnen und schließen des Wedge-Blattes zu experimentieren,
empfiehlt sich eine Sohle mit verjüngendem Schliff.

Fazit

Das Annäherungsspiel und Schläge aus Hindernissen sind nach dem Putten die zweitwichtigsten Schläge.
Daher sollten Sie zumindest ein drittes Wedge in Ihr Bag packen. Ob dies nun eher ein Lob Wedge oder ein
Gap Wedge ist, sollten Sie anhand Ihrer üblichen Spielsituationen auf dem Platz entscheiden.

Aber immer bei Bestellungen auf Ihre persönliche Ausführung achten!
Die Schlägerausführung für Linkshänder oder Rechtshänder.

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